Hallo, lieber Leser...

Ich bin Journalistin und schreibe seit über vier Jahrzehnten Gedichte. Auf meiner Homepage erfahren Sie einiges über meine Arbeit und vor allem über mein Hobby - die Lyrik. Vier Bücher habe ich bisher veröffentlicht. Auch darüber gibt es hier Infos.

"Jetzt, Hier und JA!" - Erscheindatum: Juli 2016

Ich lese gern für Euch!

 

Auf Anfrage lese ich gern für Lyrikfans. Ich genieße diese Stunden ebenso wie mein Publikum. Ob es bei "De Drom" zu den Literaturwochen in Kröpelin war oder im "42 und...", dem kleinen Kulturkleinod in Barth. Termine stehen dann hier auf meiner Homepage und in der Presse.

Wer sich eine Lesung mit mir vorstellen könnte, der kann mich hier kontaktieren: Wesse62@gmx.de.

 

 

"Jetzt, Hier und JA!"

 

Mein letztes Lyrikbuch ist im Juli 2016 im bs-Verlag Rostock erschienen. Es heißt "Jetzt, hier und JA!" und Verliebte, Enttäuschte, Frisch Getrennte und diejenigen, die ihre Liebe gefunden haben, mit der sie alt werden möchten, finden sich in den Versen wieder.

Es ist aber auch eines der wenigen Lyrikbücher, in denen eine Großmutter Verse über den Enkel schreibt - so jedenfalls bestätigte es mir meine Verlegerin Angelika Bruhn vom bs-Verlag Rostock. Also, Mütter und Großmütter - die Taschentücher herausgeholt! All meine Leidenschaft für diesen kleinen Mann - meinen Enkel - sprüht aus meinen Versen und sie werden oft mit dem Kopf nicken, weil sie diese Situationen kennen und lieben....

Oma-Enkel-Gedichte, Mutter-Tochter-Sohn-Gedichte, Naturgedichte, Liebesgedichte, aber auch erotische Verse - eine interessante und nicht langweilig werdende Mischung. Kurzum, ich glaube, dieses "Jetzt, Hier und JA!" müssen Sie einfach haben!

Viel Spaß beim Lesen!! Übrigens findet Ihr unten stehende Gedichte auch in diesem Buch...

 

Dieses neue Buch und auch das allererste, "Früchtetee", das 2005 erschien, kann  direkt vom bs-Verlag Rostock bezogen werden. Hier müssten Sie sich einloggen: www.bs-verlag-rostock.de.

Eine Buchbestellung ist aber auch über amazon möglich (www.amazon.de)

Wo es wann in diesem Jahr  eine der aus Zeitgründen seltenen Lesungen geben wird, das erfahren Sie an dieser Stelle!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedicht der Woche

 

Nebelmorgen

 

Feuchtkalte Autoscheibenküsse.

Lippen bibbern in sich rein.

Atemwolke steigt gen Himmel.

Ist das jetzt noch Sommer? Nein!

 

Nur schemenhaft die Ahornbäume,

die sich überm Haus umarmen.

Fensterscheiben sind beschlagen.

Kleine Pfützen auf den Rahmen.

 

Unterwegs im warmen Auto,

nur für mich, in meiner Welt.

Nebel legt sich über alles.

Ein Hund, den man nicht sieht, der bellt.

 

Wiesenstraße, Felderkosmos.

So milchig, groß, geheimnisvoll.

Ratespiel, was sie verbergen.

Raben krächzen laut in Moll.

 

Lichterpaare auf der Straße

kommen, gehen, zeigen Leben.

Kurze schnelle Intermezzi.

Und sie fahren nicht, sie schweben...

 

(Dezember 2018)

 

 

 

 

 

 

Nach dem Urlaub

 

Wasch Bulgarien aus dem Haar.

Den Staub vom Strand in Nessebar.

Der Wind aus Obzor hat's zerwühlt.

Das Schwarze Meer hat es durchspült...

 

Nach Sonne riechts, nach Erdbeereis,

nach Sonnenmilch und Liebesschweiß.

Von Dir verwöhnt mit Deiner Hand.

Es ist spröde, wie das Land...

 

Feenstaub aus dem Zauberwald.

Magisch, mit dem Baum so alt.

Der Wasserfall, der Furchen gräbt.

Der Felsen, der sich wehrt und bebt.

 

Die tiefen Furchen auf den Wegen.

Die Alten, die die Straßen fegen...

Schafe wohnen in Ruinen.

Hier surren noch gesunde Bienen.

 

Wilde Hunde bei Touristen.

Störche, die hier friedlich nisten.

Joghurt vom Bauern um die Ecke.

Sein Wein, den ich noch immer schmecke...

 

Wasch Bulgarien aus dem Haar.

Und niemand weiß, dass ich hier war.

Noch Rosenöl am Handgelenk.

Erinnerung ist das Geschenk...

 

(Juni 2018)

 

 

 

 

Am Brunnen der Lebensfreude

(Bildhauer Jo Jastram)

 

Nackter Fuß auf Kopfsteinpflaster.

Wasser kitzelt kleine Zehen.

Jauchzend wird das Bad genossen.

Er mag eines nicht – schon gehen.

 

Mutter schaut und amüsiert sich.

Hält sein Eis, das langsam leckt.

Seine Hand in der Fontäne

hat den Schalk in ihm geweckt.

 

Tausend kleine Wassertropfen

tanzen auf der Haut des Kleinen.

Durch das Haar und durch die Hose

bis hinunter zu den Beinen...

 

Langsam zittert er ein bisschen.

Doch der Brunnen ist so schön.

Dass Schwein und Kranich als Skulpturen

mit ihm baden – nicht gesehen...

 

Stundenlang Fontänen spüren

macht kleine Helden so k.o.

Alle lieben diesen Brunnen.

Hier ist Leben. Danke, Jo!

 

(Mai 2018)

 

 

 

 

 

Sommer, Du fehlst...

 

Sommersonnenstrahlensehnsucht.

Wärme küsst das Haar dir wach.

Lauer Wind umarmt dich innig.

Hitze flimmert überm Dach.

 

Ostseewasserwellenkronen

wiegen sich um deinen Leib.

Sonnenölgetränkte schwimmen.

Nichtstun – schönster Zeitvertreib.

 

Strandsandburgen wachsen wieder.

Kinder naschen Schokoeis.

Väter werfen heiße Blicke.

Bienen zeigen ihren Fleiß.

 

Bunter Wiesenblumenteppich.

Kleine Mädchen flechten Kränze.

Picknickkorb und Grillwurstduft.

Libellen wagen Liebestänze.

 

Frischer Fisch vom Futterkutter.

Leicht bekleidet Schiffe gucken.

Staunen, wenn an Anglers Rute

Brasse, Schlei und Zander zucken...

 

Sommersonnenliebesspiele.

Flirten, Küssen, Händchen halten.

Verliebt am Kai ein Selfi machen.

Aus Papier ein Schiffchen falten...

 

(Mai 2017)

 

 

 

 

Darß, Du bist so schön

(nach der Melodie Mull of Kentyre)

 

 

Refrain

 

Darß du bist schön

und wer dich besucht hat

mag nicht wieder gehn.

Du Perle im Norden

Oh, Darß du bist schön.

 

 

 

 

  1. 1. Strophe:

 

Rauschen der Ostsee,

Lagunen so weit.

Beim Suchen nach Muscheln

vergisst man die Zeit.

Wellen und Möwen

Stürme und Strand

Geht die Sonne hier unter

dann funkelt das Land.

 

 

2. Strophe

 

Ostsee und Bodden

sind sich hier so nah.

Boote und Schiffe

die sind immer da.

Die See wie ein Spiegel,

die See aufgewühlt.

In den Händen das Ruder,

die Heimat gefühlt...

 

 

3. Strophe

 

Idyllische Dörfer,

Dächer mit Reet

Und mancher Maler

der pfeift hier sein Lied.

Verliebt in die Ostsee.

Verliebt in den Wald.

Verliebt in die Küste.

Hier wird man gern alt...

 

 

(Februar 2018)

 

 

 

Du

 

Kaffee-Liebender,

Vielkuschelnder,

Staubsaugender und

gern Wegräumender.

Couch Liebender und

Waldjoggender.

Tröstender,

Beobachtender,

Fragender und auch

Antwortender.

Schweigender und

Diskutierender.

Tieffühlender und

Nachdenkender.

Mich Liebender und

es auch Zeigender.

Mich Achtender,

Bleibender...

 

 

Nacht

 

Lichtstrahlenfinger auf Deinem Gesicht.

Dein Körper ist nur Silhouette.

Und wo ich ihn jetzt gerne hätte

ist er nicht...

 

 

Windhauch am Fenster – er schleicht sich hinein.

Das Windspiel singt leise und weiblich.

Sein Lied ist so unbeschreiblich,

klingt so fein...

 

 

Sehnsucht im Kissen, sie irrt durch die Nacht.

Weiß nicht, wo lässt sie sich nieder?

Die Dunkelheit schnürt sich ihr Mieder,

mit Bedacht...

 

 

Dich wecken, Dich kosten, wohl doch lieber nicht...

Dein Atem so flach und so friedlich.

Deine Haut riecht ja so appetitlich.

Schreib dies Gedicht...

 

 

 

Weitere Gedichte

 

I.L.D.

 

Ich liege hier nicht einfach nur

in Deinem Arm

Und Deine Haut ist auch nicht einfach nur

so warm.

 

Ich schließ die Augen und im Kopf

dreht sich’s im Kreis.

Spürst weiche Lippen auf der Brust und nickst –

„Ich weiß….“

 

Ich krieche unter deine Achseln,

koste Dich.

Und meine Finger wandern und

„verirren“ sich…

 

Ich höre wie Dein Atem

auf die Spitze steigt

Mein Mund, der Dir so viel zu sagen hat,

er schweigt.

 

 

Tochter, 30

 

Blonde Locken, engelsgleich.

Die Lippen, auch Dein Blick so weich.

 

Die Augen stets bei Deinem Kind.

Verliebt in diesen Wirbelwind.

 

Zweifelst daran, was Du machst.

Bist so entwaffnend, wenn Du lachst.

 

Traust Dir nichts zu, doch hast viel Mut.

Und schaffst es, mit viel Fleiß, auch Wut...

 

Du ahnst es nicht wie hübsch Du bist.

Nur wenn Dein Schatz Dich innig küsst.

 

Denk an Dein Herz, das tapfer schlägt.

Obwohl es Hilfe in sich trägt...

 

Ich seh Dich, hab längst losgelassen.

Und was ich seh, ist kaum zu fassen...

 

 

 

 

 

„Katzenkörbchen“

 

Gräbst Dich ein in meinen Leib

wie ein Katzenkind.

Schnurrst genüsslich vor Dich hin.

Augen sind jetzt blind.

 

Fühlst einfach die Wärme nur,

schwingst kurz Deinen Schoß.

Reibst Dich sanft an meiner Haut.

Du in meinem Moos.

 

Ziehst die Decke über uns.

Streich Dir durch Dein Haar.

Hörst auf mein Herz, das für Dich schlägt.

Und jeder Schlag sagt „Jaaa!“